SUEDDEUTSCHE.DE / SEPTEMBER 2011

Das wird schon

Das US-Magazin "Wired" erscheint an diesem Donnerstag erstmalig auf Deutsch. Dem Männergazin "GQ" beigelegt, will es Technik, Lifestyle, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur behandeln. Optik und Design sind gelungen. Der Rest übt noch.
Es ist ein wunderbar aufgemachtes Heft. Wirklich, das Layout der ersten deutschen Wired, die am heutigen Donnerstag der GQ beiliegt, sticht ins Auge. Übersichtlich wie attraktiv zugleich, betont groß aufgemachte Fotos an den richtigen Stellen, eine Bildstrecke zu Atomausstieg, Illustrationen, etwa zum Laufweg einer Kellnerin auf der Münchner Wiesn, sind hervorragend.
Es gibt eine insgesamt intuitive, nie verwirrende  Leserführung: Das Heft ist gleichzeitig knallig wie stringent aufgemacht, mit abwechslungsreicher Mischung in den Details und in den Großformaten. Man findet sich sofort zurecht und es fühlt sich - auch im Wortsinn - gut an. Vorbildlich, was Art Direktor Markus Rindermann da in kurzer Zeit geleistet und aus dem Boden gestemmt hat. Chapeau!
Und nicht nur vorbildlich für Magazine, die sich dann ja doch auf den ersten Blick an eine dezidierte Klientel zu wenden scheinen, also an die Connaisseure unter den Geeks und die c't-gestählten Fachmagazin-Leser, die offenkundig seit Jahrzehnten mit einer Heftoptik leben können, die wie Baupläne für Industrie-Roboter auf das nötigste reduziert sind. Das ist schon mal durch und durch gelungen. Und man wünscht sich sofort dieses Magazin in dieser Aufmachung als festen Bestandteil des deutschen Marktes, als eigenständig zu erwerbendes Produkt. Das Layout hat nicht nur was, es ist nicht bloß neu, es ist richtig schön.
Blattmacherisch ist allerdings einiges zu verbessern. Wahrscheinlich ist es der insgesamt wahnwitzig kurzen Konzeptions- wie Produktions-Phase geschuldet, dass uns Picasso gleich zweimal in Titeln offeriert wird, dass ein "Begriff fällt", was sonst nur Wörter tun, dass ein Titel - Kalauer, komm raus! - einfach nur "Maßterplan" lautet, was blöddumm wie ein Rechtschreibfehler wirkt, obwohl klar ist, dass damit die Berichterstattung zum Bierhumpen auf der Münchner Wiesn, der Maß eben, neckisch überschrieben werden sollte.
Etwas Lampenfieber, aber Glückwunsch!?
Die Rubriken, mein Gott, ja, sind aus dem Ärmel geschüttelt: "View", "Think", "Fetisch", "Dossier", "Play" und "Gute Antwort" sind Allerweltsbezeichnungen (und Fetisch meint nicht Fetisch, sondern Gadget) - zumal die Bildstrecke "AKW ade" der Rubrik "Play" zugeordnet wird, wohl weil sie ein Gedankenspiel bebildert. Sie hätte aber auch zu "Think" gepasst, vielleicht sogar besser, oder als Foto-Essay ein eigenes Dossier sein können. So etwas sind Lässlichkeiten. Das wird sich schütteln, wie man so schön sagt - vorausgesetzt, das Heft erscheint regelmäßig.??Geeks zählen "Geeks"
Denn vorab scheint nur eine Solo-Nummer im Oktober vorgesehen. Und, auch das merkt man dem Heft an: Es ist eine Punkausgabe nicht nur für die Leser, sondern auch für die werbetreibende Industrie, die diesen Augenschmaus sicherlich zur Überlegung vorgelegt bekommen wird, eigene Anzeigen in diesem satten Umfeld zu platzieren. Denn, was man etwa BMW für die Promotion, sprich: Anzeige seines "Megacity Vehicles" auf vier Seiten hat angedeihen lassen, entspricht nahtlos der opulenten Machart des Gesamtheftes, um nicht zu sagen: bis zur Unauffälligkeit unterschiedslos.
Chefredakteur Thomas Knüwer schreibt in seinem Editorial, dass man nicht blindem Zukunftsoptimismus verfallen gewesen sei, als man das Heft konzipierte. Außerdem stellt er die Frage, ob Deutschland sich überhaupt noch für Fortschritt entflammen könne. Das tut das Heft dann wirklich: Das Schwerpunkt-Dossier widmet sich auf fast 30 Seiten mutmaßlich den "Geeks", den im weitesten Sinne Irgendwie-Begeisterungsfähigen innerhalb ihrer Disziplinen.
Tatsächlich widmet sich das Dossier der "deutschen Angst" - mutmaßlich vor Vernetzung. Und darum zählt schon der nicht namentlich gekennzeichnete Vorspann-Artikel des Dossiers bei sueddeutsche.de nach, wie oft das Wort "Geek" hier in der Berichterstattung Verwendung fand. Offenbar neun Mal im letzten Jahr (wir zählen 19), was dem Autor wohl zu wenig erscheint und wohl auch exemplarischer Ausdruck für die German Angst sein soll. Was aber andererseits darauf hindeuten mag, dass man bei sueddeutsche.de und Süddeutscher Zeitung nicht "Geek" sagen muss, um Begeisterung zu meinen. Dieses Wort, das nur dazu, taucht 813 Mal im Angebot auf. Für alle, die nachzählen wollen.
Das Dossier selbst kommt ein wenig zu gravitätisch staatstragend daher - wohl, weil man ja das Land vor der ihm eigenen Angst erlösen will oder aber, weil man auf German Angst komm raus die Beherrschung eines hohen Tones demonstrieren muss. Insgesamt hätten die Profile von Begeisterten, die das Dossier dann ausmachen, also etwas weniger betulich beweihräuchert betextet werden müssen. Denn sie sind spannend zu lesen.
Die Kolumnen-Themen sind erwartbar, die Kolumnisten auch. Dass Jeff Jarvis dann Johannes Gutenberg als "Schutzpatron des Silicon Valley" vorstellen darf ... mei. Das passt schon. Ins Dossier. Zu Gutenberg gibt es indes nichts Neues. Zumal in diesem Porträt auch noch die inzwischen lächerliche Floskel vom "papierlosen Büro" fällt, wohl, um Gutenberg endgültig wieder in den Orkus erlösen zu können. Denn zum "Geek" taugt der Buchdruckerfinder eher nicht. Oder nur mit der Brechstange. Oder falls ja, dann sagt der Terminus endgültig nichts mehr aus.
Attestieren wir dem Heft also ein gewisses Lampenfieber und noch eine gewisse Schüchternheit. Dabei hat es seine Rolle gut gelernt und spielt seinen Part besser, als die auf Anhieb etwas hölzerne Textvorstellung vermuten lässt. Die fehlende Lässigkeit und Souveränität wird sich aber einstellen. Wenn das Heft denn regelmäßig erscheint und der Druck gewichen ist, erst einmal nur Schaufenster für das Mögliche zu sein.??Genau das aber hätten wir gerne. Glückwunsch

SPIEGEL-ONLINE / SEPTEMBER 2011

Fühlt sich gut an, strengt sich sehr an

Endlich ein deutsches "Wired"! Das internationale Kampfblatt der Digitalkultur, Debattentreiber und Vorreiter einer affirmativen Berichterstattung über Technologie, kommt nach Deutschland. Ausgabe eins ist opulent, unterhaltsam, abwechslungsreich - aber auch ein bisschen angestrengt.
Es ist schon seltsam, wenn man sich bei einer auf die Welt des Digitalen spezialisierten Publikation als erstes über das Papier freut. Bei der ersten deutschen Ausgabe des Magazinklassikers "Wired" ist das aber so. "Wired" ist auf mattes, handschmeichelndes Papier gedruckt. Man fasst das Heft gerne an.
Wenn man es aufschlägt, erinnert es auch sehr stark ans Original aus den USA und seinen britischen Ableger: Das Layout ist verspielt bis chaotisch, und wenn es auf Papier schon nicht blinken und flackern kann, dann kann man doch wenigstens an jeder zweiten Ecke noch ein kleines grafisches Element plazieren, typografische Spielereien à la M.C. Escher einbauen. Das Heft quillt über vor Fotos und teils zauberhaften Illustrationen, die Aufmachung wechselt häufig von einer Seite zur nächsten.
Um diese Bilderflut stemmen zu können, haben Thomas Knüwer, Chef des vorerst einmaligen Versuchsballons, und sein Art Director Markus Rindermann Zugriff auf den "Wired"-Fundus erhalten. So wird ein Text des IBM-Managers Gunter Dueck über die Frage, ob das Internet unser Gedächtnis zerstört, mit einer Uhrwerk-Grafik illustriert, die schon das Titelblatt der US-Ausgabe zierte - im Juli. Überhaupt werden die in Deutschland zweifellos dünn gesäten Leser der englischsprachigen "Wired" viel wiedererkennen: eine Grafik über die Warenströme des organisierten Verbrechens etwa (vom Februar), eine (sehr kurze) Fotoserie aus dem Inneren von Atomkraftwerken, ein Robo-Staubsauger-Test und diverse von den kleineren Schnipseln, die das Heft zur praktischen Zwischendurchlektüre machen, etwa eine Miniatur mit Erklärgrafiken über drei legendäre Filmstunts.
Digital-Hipster werden nicht allzu viel Neues finden
Dieses Recycling-Prinzip gehört zum Konzept der internationalen "Wired"-Expansion - es zeigt aber auch deutlich, woran die deutsche Erstausgabe ein bisschen leidet: Auf Aktualität kommt es nicht so sehr an. Das ist bei einem Magazin, das sich mit der extrem schnell drehenden digitalen Welt befasst, manchmal ungünstig. So konnte man zum Beispiel schon vor vielen Monaten anderswo lesen, dass das Videospiel "Child of Eden" von Tetsuya Mizuguchi ein abstraktes Meisterwerk ist. Echte Digital-Hipster werden im deutschen "Wired" nicht allzu viel Neues finden.
Gleichzeitig vermitteln manche Beiträge der deutschen (Gast-)Autoren den Eindruck, man wolle den Leser nachträglich noch davon überzeugen, dass er sich doch für das hier interessieren müsse - dabei hat er das Heft doch schon gekauft. Da werden das Netz, das Digitale und seine Akteure gepriesen, als gäbe es kein Morgen, als müsse die Debatte um die Auswirkungen der digitalen Revolution nun in dieser einen Ausgabe endlich mal mit schierer argumentativer Masse beendet werden. Gerade die lange Titelstrecke, die den Begriff "Geek" in Deutschland salonfähig machen soll, wirkt zum Teil ermüdend missionarisch.
Längst konvertiert
Dabei ist davon auszugehen, dass die Käufer überwiegend ohnehin längst zum Glauben an die digitale Zukunft konvertiert sind. Dafür kommen einige der porträtierten Vorzeige-Geeks dann doch etwas kurz. Über die Quantenoptikerin Christine Silberhorn etwa erfährt man wenig mehr, als dass sie gerne Quantencomputer entwickeln möchte, und dass dabei irgendwie rote und grüne Laser eine Rolle spielen.
Interessant sind die längeren eigenen Geschichten, eine über das Sex-Network Badoo etwa, oder eine über "Darknets", die dunkleren Ecken des Internets, die man nicht über Google findet und in denen man sogar Gras bestellen kann (mal sehen, ob die Münchner Polizei der Redaktion noch einen Besuch abstattet). Das hat "Wired" immer ausgezeichnet: Die groß und schön aufgeschriebenen, aufwendig recherchierten Reportagen und Features über Themen, die anderswo nicht oder kaum stattfinden.
Nur: Hier sind sie nicht groß aufgeschrieben, sondern klein. Badoo bekommt zwei Seiten Text (dafür aber viele Symbolfotos), die Darknets nur eine. In der Badoo-Geschichte kommt kein einziger Nutzer des Swinger-Netzwerks zu Wort, obwohl einen das doch brennend interessiert hätte, und die Darknet-Geschichte ist schon wieder vorbei, als sie gerade erst angefangen hat. Die längste Geschichte hat auch das langweiligste Thema: die Zukunft des Autofahrens. Aber sie passt zu der sehr aufwendig gemachten, kaum vom redaktionellen Inhalt zu unterscheidenden vierseitigen Autowerbung weiter vorn.
An manchen Stellen, vor allem bei den längeren, aber eben zu kurzen Stücken, merkt man, dass das Heft unter großem Druck entstanden sein muss. Aber das muss ja nicht so bleiben. Wenn die erste Ausgabe läuft, wird das nächste Heft hoffentlich noch etwas ausgeruhter, entspannter daherkommen.
Im Moment liegt das deutsche "Wired" nur der hiesigen Ausgabe des Männermagazins "GQ" bei, was bei manchem Netz-Plauderer schon für Häme gesorgt hat. Aber auch das Mutterschiff hat über 70 Prozent männliche Leser, verriet Conde Nasts Deutschland-Geschäftsführer Moritz von Laffert in einem Interview zum Heftstart. Später soll "Wired" hierzulande auch für 3,80 Euro erhältlich sein. Eine iPad-App gibt es natürlich auch.
Bei aller Kritik am Erstling: Es ist "Wired" und auch Deutschland zu wünschen, dass sich das Heft verkauft, und wer es liest, wird sich gut unterhalten fühlen. Es mangelt hierzulande massiv an genau jener zukunftsbejahenden, technikfreundlichen Berichterstattung, am spielerischen Umgang mit den Möglichkeiten der digitalen Gegenwart, für die "Wired" seit den frühen Neunzigern steht. Und ein so hübsches Heft aus so schönem Papier macht sich auf jedem Großstadt-Couchtisch gut.

TAZ.DE / SEPTEMBER 2011

Nett, bunt und ohne Konkurrenz

Das US-Kultmagazin "Wired" erscheint erstmals auf Deutsch. Ein Heft für Geeks, das dem Männermagazin "GQ" beiliegt. Vor allem die iPad-App überzeugt.
?Wired? Das ist englisch und bedeutet "verkabelt", nicht etwa "verrückt", das ist "weird". Wired ist aber auch der Titel des Magazins, welches ab heute in der deutschen Version erhältlich ist. Ursprünglich ist es ein US-Kultmagazin, das zu einer ganz und gar verkabelten Zeit, 1993, gegründet wurde.?
1998, als der Verlag Condé Nast das Magazin als elektronisches Spielzeug in seinen Stall holte, gab es schon einige Handys. Und 2004, als Chefredakteur Chris Anderson die Long-Tail-Theorie über die Möglichkeiten des Erfolges in der Nische popularisierte, waren Kabel für die Datenübertragung schon nicht mehr so wichtig.?
Damit ist man in 2011 und die Geschichte des Themenfelds der Wired-Magazin-Familie in Italien, Großbritannien, Japan und Deutschland aufgerissen: das digitale Leben. Und das ist ja eigentlich alles und überall und jederzeit. Sieht so ein Nischenprodukt aus??
Aufgeräumt im besten Sinne?
Thomas Knüwer, 41, lädt zur Beantwortung in seine Düsseldorfer Unternehmensberatung ein. Bis 2009 war Knüwer beim Handelsblatt, zuletzt als Reporter. Jetzt berät, bloggt und twittert er für seinen Lebensunterhalt. Das geht wohl so gut, dass er gefragt wurde, ob er Chefredakteur der Wired-Entwicklungsredaktion werden wollte.?
Traf sich gut, Abonnent der US-Wired war er schon, vertraut mit Netzthemen auch, bleibt die Nischenfrage: "Wired Deutschland ist kein Nischenblatt, sondern eines, das größere Bevölkerungsschichten anspricht", so Knüwer und legt noch einen drauf: "Ich glaube, egal welcher Deutsche sich diese Wired-Ausgabe nimmt, er wird einen substanziellen Teil der Seiten interessant finden." Dass es viele Deutsche sein werden, dafür ist gesorgt. Wired liegt erst mal dem Männermagazin GQ bei, ab Oktober dann kann man sie einzeln kaufen.?
Wenn die rund 160.000 GQ-Deutschen nun zufällig die knallgelbe Nummer 1 mit schwarz-rot-goldenem Rücken in die Hand nehmen, werden sie dasselbe wie bei der US-Ausgabe fühlen. Leicht angerautes, nicht allzu dickes Papier für das Cover, dünneres, nicht allzu glänzendes Papier drinnen, alles einen Tick kleiner als ein A4-Blatt. Das Layout hingegen ist, welch Glück, nur leicht ans Original angelehnt, nicht so zerfasert-fusselig, sondern aufgeräumt im besten Sinne, mit wohldosiertem Weißraum und einleuchtender Leserführung.

Verwandter von Onkel Apple

Knüwer wirft den Vergleichsbrocken brandeins in den Raum. Die Fotos fallen nicht negativ auf, anders als das etwas aggressive Product Placement. Das aber, das muss man mit Blick auf den eigenen Technofuhrpark zugeben, ein wohl nicht wegzudiskutierender Teil des digitalen Lebens ist. Wired ist darin ein publizistischer Verwandter des schillernden Onkels Apple, die ct vom schlauen, aber spröden Cousin Linux-Thinkpads.?
Das neue Magazin ist aber auch wieder einmal ein Beleg dafür, dass es in Deutschland offenbar zu jeder Zeit rund ein Dutzend sehr guter und frei verfügbarer Journalisten gibt, die ein Heft in zehn Wochen entwickeln - gemeinsam mit erstklassigen Art Directors wie Marcus Rindermann. Ihm und seinem Team wird das Verdienst zukommen, dass die iPad-App zum Heft selbst Papierfetischisten mehr als Respekt, nämlich: Zweifel abnötigen wird. Zweifel an Print.?
Wie die App den erweiterten Unterzeilen der Bilder von Begrüßungsrobotern in einer spanischen Bank und eines twitternden Baums Leben einhaucht, das ist beeindruckend. Und man fragt sich kurz, wieso nicht alle Tablet-PCs besitzen und darauf ihre Zeitungen und Magazine lesen. Die Antwort ist einfach: weil nicht alle Menschen Geeks sind.?
Was das ist, wisse aber kaum einer in Deutschland, sagt Thomas Knüwer. Also erklärt er es auf Seite 62, Wired soll ja ein Heft für Geeks sein. Geeks sind "Menschen, die sich für neue Ideen begeistern, neues Denken begeistern. Deren Leidenschaft uns mitreißt. Ein Geek für Deutschland - das wäre eine Idee. Oder auch mehrere." Auch ein Verleger kann ein Geek sein.

WUV.DE / SEPTEMBER 2011

Blattkritik "Wired": Sind so bunte Bilder hier?

Kaum ein Titel dürfte nach der Ankündigung, ihn auf dem deutschen Markt einzuführen, so hohe Erwartungen geweckt haben wie "Wired". Der Verlag, Condé Nast kennt das schon: Als vor einigen Jahren "Vanity Fair" an die hiesigen Kioske gebracht wurde, war die Erwartung an den Titel so hoch, dass er eigentlich kaum eine Chance hatte, den Hoffnungen gerecht zu werden – und es ging dann ja auch bekanntlich schief.?
Bei "Wired" sieht das etwas anders aus. Es geht schon damit los, dass die erste, 134 Seiten starke Ausgabe nicht mit einem gigantischen Marketing-Aufwand präsentiert wird, sondern erst einmal vorsichtig im Doppelpack mit dem Männermagazin "GQ" daherkommt – als One-Shot und Beilage zur Oktober-Ausgabe der Lifestyle-Postille. Die Erleichterung steigert sich noch, wenn man beim ersten Durchblättern bemerkt, dass das Produkt "stimmt": Die Optik, die sich natürlich an den Look des US-Originals anlehnen muss, schafft die nicht ganz einfache Gratwanderung zwischen aufgeräumt und langweilig.?
Der Titel ist zum deutschen Start – sehr symbolträchtig - in Schwarz-Rot-Gold gehalten. Etwas opulenter bebilderte Seiten wechseln sich innen mit kleinteiligeren, bunten Layouts ab, dazwischen tummeln sich Schaubilder und Infografiken, die offensichtlich mit Liebe zum Detail gebastelt wurden. Auch für die Themen haben Chefredakteur Thomas Knüwer und sein Team eine gute Mischung gefunden: Nicht nur Tekkies dürften Spaß an dem Blatt haben, auch der Durchschnittsleser mit Spaß an Multimedialem und darüber hinaus kann sich damit anfreunden. Letzterer wird schlau gemacht – Chefredakteur Knüwer persönlich klärt beispielsweise über "Geeks" auf.?
Ein erstes Fazit: Die erste deutsche "Wired" ist ein Blatt, das sich durchaus für eine Fortsetzung empfiehlt – die Nische ist jedenfalls vorhanden. Schafft es der Verlag, die Qualität dieser Ausgabe zu halten, hätte das Blatt durchaus Chancen auf dem Markt – wie auch Mediaplaner schon bemerkt haben. Mit dieser "Wired" würde man sich gern vernetzen, auf manchen Link gleich klicken. Danke auch für den Humor – der kommt andernorts oft zu kurz und findet sich hier ganz konzentriert auf der letzten Seite mit der Märchen-Vorschau "Es wird einmal..." – und für diesen tollen Link: "Kuscheln mit EHEC" unter riesenmikroben.de.?
Am Tag vor Erscheinen gibt auch Wired.de mehr Einblick: Herausgeber und Geschäftsführer Moritz von Laffert beantwortet Fragen, die Nutzer in den vergangenen Tagen zu "Wired Deutschland" gestellt haben. Auf die Frage, wie es weitergeht, schreibt er: "Wir wissen, dass ‚Wired‘ in Deutschland kaum echte Wettbewerber, aber viele Anhänger hat. Und wir glauben, dass die Themen von ‚Wired‘ für viele Menschen in Deutschland interessant sind. Das reichte uns für die Entscheidung, der Idee eine Chance zu geben." Jetzt sei der Verlag gespannt auf die Reaktionen derjenigen, "auf die es ankommt: der Leser, App-User und Anzeigenkunden. Wann, wie und in welcher Frequenz es weitergeht, werden wir aber nicht entscheiden, bevor der Titel überhaupt erschienen ist", so von Laffert. Und er kündigt an: "Vorausgeschickt werden muss, dass wir ‚Wired‘ nach der "Huckepack"-Phase mit ‚GQ‘ auch solo verkaufen werden."?
Dass "Wired" als Printmagazin über digitale Themen berichtet, verteidigt Moritz von Laffert – und gibt preis, dass der Aufwand hinter "Wired" für Condé Nast ein großer ist: "Selbst bei einem visionären Titel wie ‚Wired‘ halte ich die Printversion für unverzichtbar. Die starke Wirkung der Ausgabe liegt in großen Teilen an der anspruchsvollen Optik (die wir dem talentierten Art Director Markus Rindermann zu verdanken haben), sie lebt von starken Bildern und den für ‚Wired‘ so typischen, herausragenden Illustrationen und Grafiken und – so konservativ das klingen mag – sie lebt auch von dem, was wir uns das spezielle Papier und den Druck haben kosten lassen.?
Condé Nast hat "Wired", die 1993 in San Francisco gegründet wurde, im Jahr 1998 in den USA erworben und den Titel nach eigenen Angaben "zu einer einflussreichen, weltweit beachteten Magazinmarke mit einzigartigem Profil entwickelt". Seit 2009 erscheint "Wired" mit eigenständigen Ausgaben auch in Großbritannien und Italien. Die iPad-App der US-Ausgabe gelte international als Benchmark bei der Entwicklung von Tablet-Apps, so der Hinweis des Verlags. Auch die deutsche Ausgabe kommt mit einer App daher.

DNV-ONLINE.DE / JUNI 2011

Thomas Knüwer und Markus Rindermann tüfteln an deutscher WIRED

Condé Nast Deutschland hat den Digital-Experten Thomas Knüwer für die Entwicklung der deutschen WIRED an Bord geholt. Bereits Anfang Mai gab der Münchner Verlag bekannt, das Digital-Lifestyle-Magazin WIRED im Herbst dieses Jahres in Deutschland herauszugeben. Die derzeit als einmalige Ausgabe geplante deutsche WIRED wird zeitgleich als Printausgabe und iPad-App erscheinen. Das Magazin kommt gebündelt mit der Oktober-Ausgabe von GQ GENTLEMEN'S QUARTERLY (ET: 8.9.) an den Kiosk.
Knüwer leitet ab sofort die Entwicklungsredaktion von Printausgabe und App. Er ist Gründer und Geschäftsführer der digitalen Strategieberatung kpunktnull, die für Kunden wie Henkel Cosmetics und die Deutsche Eishockey-Liga arbeitet. Knüwer ist Absolvent der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten und war von 1997 bis 2009 als Redakteur, Reporter und Ressortleiter für das HANDELSBLATT tätig. In dieser Zeit verantwortete er unter anderem das E-Business-Supplement „Netzwert“ und die Lifestyle-Beilage „Weekend Journal“. Mit dem Weblog Indiskretion Ehrensache führt Knüwer einen Medien- und Marketing-Blog, außerdem ist er Mit-Gründer des Food- und Reiseblogs GotoRio.
Der Entstehungsprozess der deutschen WIRED wird ab dem heutigen 16. Juni vom Redaktionsteam in einem eigenen Weblog unter wired.de begleitet. „Die Leser sollen auch die Chance haben, Ideen für redaktionelle Themen einzubringen“, erklärt Knüwer.
Zum Redaktionsteam um Knüwer zählt auch Markus Rindermann, der den visuellen Auftritt von WIRED als Art Director gestalten wird. Rindermann war unter anderem Art Director bei JETZT, dem früheren Jugendmagazin der SZ. Für Condé Nast war er bereits als Art Director von GQ tätig und arbeitet aktuell in dieser Funktion auch für das MERCEDES MAGAZIN, das von der Corporate Publishing-Unit des Verlags herausgegeben wird.
Wie Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert betont, soll die Konzeption der deutschen WIRED „ein Best-Practice-Projekt für die konvergente Arbeitsweise unseres Hauses sein – sowohl von der redaktionellen und technologischen Seite, als auch aus der Vermarktungsperspektive.“

MEEDIA.DE / JUNI 2011

Condé Nast holt Knüwer als Mr. Wired

Der Ex-Handelsblatt-Redakteur und jetzige Unternehmensberater Thomas Knüwer entwickelt für Condé Nast das angekündigte deutsche Wired-Magazin. Wie der Verlag bereits mitgeteilt hatte, soll Wired im Bundle mit der Oktober-Ausgabe des Männermagazins GQ erscheinen. Weitere Ausgaben sind vorerst nicht geplant. Knüwer arbeitet derzeit in München als Chefredakteur mit einer kleinen Entwicklungsredaktion bei Condé Nast an dem Oneshot. MEEDIA hat im Gespräch mit ihm erste Details erfahren.?
Das Bundle aus GQ und Wired soll demnach am 8. oder 9. September auf den Markt kommen und so viel kosten wie eine normale GQ-Ausgabe, also 5 Euro. Die Inhalte des mit Spannung erwarteten deutschen Wired-Magazins sollen dabei auch aus den bereits existierenden Ausgaben aus den USA, England und Italien stammen, so Knüwer. Man werde die Artikel aber nicht 1:1 übersetzen, sondern adaptieren, sprich: mit deutschen Beispielen, Stimmen, etc. anreichern.??Ob nach dem Oneshot weitere deutsche Wired-Hefte folgen, steht derzeit noch in den Sternen, geplant sei derzeit zumindest noch nichts. Knüwer arbeitet mit einer Entwicklungsredaktion in München, Namen will er noch keine nennen. Zudem kündigt er im Gespräch mit MEEDIA einige Überraschungen bei den Autoren an. Er wolle gemeinsam mit ihnen "kreativ an Themen heran gehen" und auch Themen setzen. Als Art Director hat Condé Nast Markus Rindermann verpflichtet, der u.a. einige Lead Award gewonnen hat.??Ein Blog, das am Donnerstag unter wired.de starten soll und den Entwicklungsprozess des Magazins begleitet, sowie eine iPad-App mit den Heftinhalten, angereichert durch eigens produzierte Zusatzelemente runden die Deutschland-Premiere des legendären Magazins für Netz- und Technikthemen ab.?
In seinem Blog Indiskretion Ehrensache hat Knüwer sich inzwischen auch zu seinem Nebenjob geäußert. Er habe "so sechs bis sieben Sekunden" über das Angebot nachgedacht. Seine Berater-Tätigkeit stellt Knüwer bis September zurück, danach will er wieder Vollzeit für seine Firma kpunktnull arbeiten.

NEW-BUSINESS.DE / JUNI 2011

Thomas Knüwer leitet deutsche Ausgabe von 'Wired'

Der Social-Media- und Digital-Experte Thomas Knüwer (Foto: Schultzki) wird für Condé Nast die deutsche 'Wired' entwickeln. Der Verlag wird das Digital-Lifestyle- und Wissenschafts-Magazin im Herbst dieses Jahres heraus bringen. Das derzeit als einmalige Ausgabe geplante Heft soll als iPad-App und Printausgabe erscheinen. Das Magazin kommt gebündelt mit der Oktober-Ausgabe von 'GQ' (EVT: 8.9.2011) an den Kiosk.
Knüwer leitet die Entwicklungsredaktion von Printausgabe und App. Er ist Gründer und Geschäftsführer der digitalen Strategieberatung kpunktnull, die für Kunden wie Henkel Cosmetics und die Deutsche Eishockey-Liga arbeitet. Knüwer war von 1997 bis 2009 als Redakteur, Reporter und Ressortleiter für das 'Handelsblatt' tätig. Zudem betreibt er den Weblog Indiskretion Ehrensache. Darüber hinaus ist er Mit-Gründer des Food- und Reiseblogs GotoRio.
Der Entstehungsprozess der deutschen 'Wired' wird ab morgen (16. Juni) vom Redaktionsteam in einem eigenen Weblog unter www.wired.de begleitet.? ?Zum Redaktionsteam um Thomas Knüwer zählt auch Markus Rindermann, der als Art Director agiert. Er war zuvor unter anderem Art Director bei 'Jetzt', dem früheren Jugendmagazin der 'Süddeutschen Zeitung'. Für Condé Nast war er als Art Director von 'GQ' tätig und arbeitet aktuell für das 'Mercedes Magazin', das von der Corporate Publishing-Unit des Verlags herausgegeben wird.
Als Gegenentwurf zu klassischen Computerzeitschriften widmet sich 'Wired' Technologiethemen aus einer gesellschaftlichen Perspektive und beleuchtet, wie sich Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und das menschliche Zusammenleben durch Innovationen und neue Technik verändern.
Condé Nast hat das 1993 in San Francisco gegründete Magazin im Jahr 1998 erworben. Seit 2009 erscheint 'Wired' neben der US-Zeitschrift mit eigenständigen Ausgaben in Großbritannien und Italien.

NEW-BUSINESS.DE / MÄRZ 2011

Daimler AG präsentiert neues 'Mercedes-Benz Magazin'

Pünktlich zum 81. Genfer Autosalon, 3. bis 13. März 2011, hat die Daimler AG, Stuttgart, ihr relaunchtes Automobilkundenmagazin präsentiert. Mit neuem Titel, neuem Layout und neuer Struktur wurde aus dem 'Mercedes Magazin' unter der Ägide des neuen Corporate Publishing-Dienstleisters, der Münchner Condé Nast Verlag, jetzt das 'Mercedes-Benz Magazin'.
Gemeinsam mit dem Condé Nast Verlag hat Mercedes-Benz das "weiterentwickelte“ Magazinkonzept umgesetzt. Dabei soll auf die Markenwerte Faszination und Perfektion von Mercedes-Benz gesetzt worden sein.
Das neue 'Mercedes-Benz Magazin' hat eine moderne Optik und will durch die Balance aus kürzeren Textelementen, langen Lesestücken und opulenten Bildstrecken visuell ansprechender wirken. Seit der Ausgabe 01/2011 ist das Corporate Publishing Team des Condé Nast Verlags unter Leitung von Publisher Wolfgang Winter (Foto) mit der redaktionellen Konzeption und Umsetzung des Magazins betraut. Das weiterentwickelte Konzept wurde von einem Redaktionsteam um David Pfeifer, Editor at Large, und Art Director Markus Rindermann konzipiert und in Zusammenarbeit mit renommierten Journalisten und Fotografen realisiert.
In den nächsten Tagen wird die relaunchte Magazin-Site online gehen sowie ein 'Mercedes-Benz Magazin' iPad App gelauncht werden.

NEW–BUSINE

Condé Nast und Presse-Partner gewinnen 'Mercedesmagazin'

Im Pitch um die künftige Betreuung der Printprodukte der Marke Mercedes-Benz Pkw sind die Würfel gefallen: Künftig verantworten der Condé Nast Verlag, München, und die Presse-Partner, Birkenau, das deutsche 'Mercedesmagazin' und das Basismagazin für die internationalen Magazine sowie die 'Mercedesnews'. Die Presse-Partner werden künftig hauptverantwortlich für die redaktionellen Inhalte sein, während Condé Nast sich um die Heftkonzeption, Layout und Weiterentwicklung der Magazine kümmern wird. Der Entscheidung vorausgegangen war eine mehrstufige Wettbewerbspräsentation an der unter anderem fischerAppelt, medienfabrik Gütersloh, köckritzdörrich, Hemels Publisher sowie Etathalter Premiumcom teilgenommen haben.

HORIZONT.NET / JULI 2010

Mercedes vergibt Magazinetat an Condé Nast und Presse-Partner

Mercedes-Benz PKW hat sein Corporate Publishing neu strukturiert. Der Condé Nast Verlag und das Redaktionsbüro "Die Presse-Partner" betreuen ab kommendem Jahr das Mercedesmagazin und die Mercedes News des Akquisitionsprogramms. ? ?Die Stuttgarter Premiummarke hat das nach einem Pitch entschieden. An der Ausschreibung waren fünf Verlage und Dienstleister beteiligt. Die Teilnehmer gehörten alle zum internationalen Corporate-Publishing-Netzwerk des Autobauers. ? ?Während künftig Condé Nast Heftkonzeption, Layout und Weiterentwicklung verantwortet, übernehmen "Die Presse-Partner" den redaktionellen Part. Sowohl das Mercedesmagazin wie auch die News erscheinen vier Mal im Jahr. Das Magazin, das seit 1954 erscheint, hat eine Auflage von 3,1 Millionen Exemplaren pro Ausgabe. ? ?Seit 2005 hatte Premiumcom Germany Ltd. beide Titel betreut. Der Vertrag mit dem Münchner Dienstleister läuft Ende des Jahres aus.

dnv-online.net / Juni 2010

'Falstaff' will deutschen Markt erobern - ASV übernimmt Vertrieb

Das österreichische Gourmet-Zeitschrift Falstaff kommt nach Deutschland. Das hat der Herausgeber und Mehrheitseigentümer, Wolfgang Rosam (rechts im Bild), im Rahmen der Präsentation seines frisch überarbeiteten Heftes mitgeteilt. Der neue Falstaff zeichnet sich optisch durch ein neues Papier – matt statt glänzend und ein größeres Format (233 mm x 300 mm)  aus. Die grafische Umgestaltung wurde von Artdirektor und Magazin-Designer Markus Rindermann verantwortet. In Deutschland soll Falstaff ab September erscheinen. Vom Verlagsstandort Düsseldorf will Rosam dem Feinschmecker aus dem Jahreszeiten Verlag binnen Fünfjahresfrist den Rang ablaufen. „Mittelfristig, d.h. in den nächsten fünf Jahren, sollte es Falstaff schaffen, im deutschsprachigen Raum die Marktführerschaft in diesem Special-Interest-Segement zu übernehmen«, so Rosam optimistisch. Die Distribution der deutschen Ausgabe hat der ASV Vertrieb übernommen.

Standard.at / APRIL 2010

'Falstaff', weltbestes Weinmagazin

Verona/Vinitaly - Im Rahmen der diesjährigen Vinitaly in Verona, eine der drei größten Weinmessen der Welt, kürte die italienische Winzerelite (Antinori, Frescobaldi, Biondi-Santi & Co.) das österreichische Wein- und Gourmetmagazin Falstaff zum "weltbesten internationalen Weinmagazin 2010". Falstaff setzte sich damit gegen die stärkste internationale Konkurrenz, wie etwa dem US-Magazin "Wine Spectator", dem britischen "Decanter" oder dem deutschen "Vinum" durch. Diese Auszeichnung gilt in der vinophilen Medien-Fachwelt als die höchste Anerkennung der Branche. Falstaff ist in seinem 30. Bestandsjahr mit 150.000 LeserInnen nicht nur Österreichs größtes Wein- und Gourmetmagazin, sondern auch in der italienischen Weinwelt bestens verankert. "Praktisch alle wichtigen italienischen Weinmacher kennen Falstaff. Die Falstaff Weinbewertungen der italienischen Kreszenzen kommen für die italienischen Winzer - nach Aussagen der Winzervereinigung "I Grandi Cru d'Italia" - gleich nach den Bewertungen von Robert Parker oder jenen des Wine Spectators", freut sich Falstaff Herausgeber Wolfgang Rosam.

Extradienst.at / März 2010

'Falstaff' geht auch nach Deutschland

Wenn es nach Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam geht, dann wird das optisch völlig neu gestaltete Magazin ab September auch in Deutschland erhältlich sein.„Sobald der Markt es zulässt, werden wir zehn Hefte pro Jahr produzieren“, sagte Rosam bei der Präsentation des derzeit acht Mal im Jahr erscheinenden und restylten Gourmetmagazin im noblen Ambiente des Palais Schönburg. „Wir greifen in Deutschland den Platzhirsch Der Feinschmecker an und wollen dort in den nächsten drei Jahren klare Nummer zwei sein“, ist Rosam optimistisch. Ergebnis ist ein 252 Seiten starkes und rund ein Kilogramm schweres Magazin in einem größeren Format und auf neuem matten statt glänzenden Papier gedruckt. Artdirektor und Magazin-Designer Markus Rindermann, der bereits News und First optisch überarbeitete, zeichnet für das neue Design verantwortlich.

Standard.at / JANUAR 2010

Angriff auf 'Feinschmecker'

Neuen Glanz verordnet Lobbyist Wolfgang Rosam dem Genussmagazin "Falstaff", an dem er 74 Prozent hält"Neuen Glanz verordnet Lobbyist Wolfgang Rosam dem Genussmagazin "Falstaff", an dem er 74 Prozent hält: Das schillernde Logo und Layout entwickelte Markus Rindermann, der schon "First" glitzern ließ. Ein bisschen Firstaff, quasi. 252 Seiten, davon 60 Anzeigen und Advertorials, hat die erste neue Ausgabe. Den Deutschland-Start des Falstaff kündigt Rosam nun für September an. Er will damit Marktführer Feinschmecker "angreifen". Den Vertrieb übernimmt dort Springer.Christoph Wagner, die Sommeliers Adi Schmid (Wein) und Herbert Schmid (Käse), Weinkritikerin Jancis Robinson oder Ex-Meinl am Graben-Chef Helmut Touzimsky oder Kabarettisten-Duo Florian Scheuba und Thomas Maurer sind als Kolumnisten engagiert.

Observer.at / JANAUR 2010

Gourmettitel präsentiert sich als optisch völlig neu gestaltetes Magazin

Einem Komplettrelaunch unterzog PR-Doyen und Neo-Herausgeber Wolfgang Rosam den Gourmettitel „Falstaff“. Mit Beginn des Jahres 2010 erschien das seit 30 Jahren auf dem Markt befindliche Magazin im neuen Look und mit neuen inhaltlichen Features. „Nach vielen hundert Stunden an Brainstormings, Redaktionsdiskussionen und Konzeptionsfindung setzt der neue Falstaff wegweisende Maßstäbe im Wein- und Gourmetjournalismus“, schwärmt Rosam: „Es blieb kein Stein auf dem anderen: Sowohl was die Optik anbelangt, als auch was den massiven Ausbau der Redaktion betrifft! Wir sind stolz, einige der besten Kolumnisten im Wein- und Gourmetbereich für uns gewonnen zu haben“. Graphisch will das Gourmetmagazin neue Maßstäbe setzen. Das Design zeigt schlichte Eleganz, gleichzeitig aber auch Sinnlichkeit – nicht zuletzt durch eine homogene und intensive Bildsprache. Auch das matte Papier, das größere Format und eine aufwendige Covertechnik bringen frischen Wind in die Optik. Für selbige zeichnet kein Geringerer als Artdirektor und Magazin-Designer Markus Rindermann verantwortlich, der bereits »News« optisch überarbeitete und das ebenfalls in der Verlagsgruppe News erscheinende Magazin »First« designte. „Bei der Gestaltung des neuen Falstaff hatten wir ein perfektes Sechs-Gänge-Menü vor Augen, das durch seine Geschmacksvielfalt und Sinnlichkeit besticht – und dessen Eindruck ein bleibender ist“, schildert Rindermann.

Horizont.de / April.2007

Verlagsgruppe News entwickelt Titel 'Secret'

?Unter dem Namen "Secret" plant die österreichische Verlagsgruppe News, eine Tochter von Gruner+Jahr, ein hochpreisiges People-Magazin. Chefredakteurin Euke Frank, die bereits die Zeitschrift "Woman" betreut, ist verantwortlich für das das neue Magazin, das im Herbst starten soll. Der Nischentitel soll unter der kreativen Federführung von Markus Rindermann die Leser mit People-News, einem Fokus auf österreichische Prominente und Elementen einer klassischen Frauenzeitschrift ansprechen. ? ?Ein monatliches Erscheinen ist wahrscheinlich - sofern die ersten Dummys der Marktforschung Stand halten. Die angepeilte Auflage gibt Oliver Voigt, Vorsitzender der Geschäftsführung und Herausgeber der Verlagsgruppe News, zwar noch nicht bekannt, gleichwohl ist er überzeugt: "Upscale Magazine brauchen keine Millionen-Auflagen, um zu reüssieren".

Welt.de / März 2007|

G+J plant neues Magazin in Österreich

Die Geburt eines hochklassigen People-Magazins ist alles andere als leicht. Trotzdem versucht Oliver Voigt im Herbst sein Glück in Österreich.„Das hat sich gewaschen, was wir da machen“, teilt er selbstbewusst mit. Neue Zeitschriften in Westeuropa erfolgreich einzuführen ist eine schwierigen Angelegenheit – siehe „Park Avenue“ oder „Vanity Fair“. Das weiß man auch bei Gruner + Jahr, wo man Investitionen lieber ins außereuropäische Ausland oder in den Ausbau bestehender Marken steckt. Gegen den Trend stemmt sich derweil Oliver Voigt, G+J-Statthalter bei der Verlagsgruppe News in Österreich. Gemeinsam mit der „Woman“-Chefredakteurin Euke Frank und Artdirector Markus Rindermann arbeitet Voigt unter dem Decknamen „Secret“ an einem hochklassigen Peoplemagazin. Eine „gemähte Wies’n“ ist das zwar keineswegs, aber Voigt sagt schon mal selbstbewusst: „Das hat sich gewaschen, was wir da machen.“ Im Herbst könnte es losgehen.

Bertelsmann.com / Dezember 2006

Frischeres Design für Österreichs 'News'

Österreichs größtes Nachrichtenmagazin „News" liegt ab heute mit einem leicht veränderten grafischen Auftritt an den Kiosken des Landes aus. Der renommierte Art-Designer Markus Rindermann hat „News" in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Redaktion optisch aufgewertet. Rindermann hat unter anderem das Kultmagazin „Jetzt" der „Süddeutschen Zeitung" entwickelt und relaunchte erfolgreich internationale Medien wie „Cosmopolitan" und „GQ". Zusätzlich zur grafischen Auffrischung wurde „News" mit neuen Info-Elementen und unterhaltsamen Rubriken von den Top-Secret-Seiten in der Politik bis zum People-Teil angereichert.

News.at / Dezember 2006

'News' rebrushed: Österreichs größtes Nachrichtenmagazin wurde grafisch sanft aufgefrischt

Designer Rindermann sorgte für Aufwertung: Österreichs größtes Nachrichtenmagazin NEWS ist ab sofort mit einem leicht veränderten grafischen Auftritt am Kiosk erhältlich. Der renommierte Art-Designer Markus Rindermann hat NEWS in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Redaktion optisch erfrischt und aufgewertet.Rindermann, der unter anderem das Kultmagazin "Jetzt" der Süddeutschen Zeitung entwickelt hat und internationale Medien wie Cosmopolitan und GQ erfolgreich relaunchte, meint zum "Rebrush" von NEWS: "Ziel war ein behutsamer Umbau des Layouts und des Farbleitssystems als optische Auffrischung ohne an den Grundfesten des NEWS-Erfolgsprinzips zu rütteln." Zusätzlich zur grafischen Auffrischung wurde NEWS mit vielen neuen Info-Elementen und unterhaltsamen Rubriken von den Top-Secret-Seiten in der Politik bis zum Leute-Teil angereichert. Letzterer wird von nun an mit doppelseitigen Peoplestrecken aufgewertet.??Oliver Voigt, Herausgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News, freut sich über den neuen Wurf seines Hauses: "Herausgeber Alfred Worm sowie die Chefredakteure Josef Votzi und Andreas Weber haben NEWS in diesem Jahr journalistisch deutlich nach vorn positioniert. Die zeitgemäße, optische Auffrischung zur Jahreswende ist das äußerliche Zeichen unserer Qualitätsoffensive."

Kress.de / februar 2003

" Shape " ( MVG ) bringt sich in Form fürs Frühjahr: Pünktlich zur Bikini-Saison verordnet das Fitnessmagazin für Frauen sich ebenfalls eine schlankere Silhouette ("Shape-Format"). Außerdem wird das Layout "aufgehübscht" und das redaktionelle Konzept modifiziert. Die Details - noch total geheim. Erstverkaufstag des gelifteten MVG -Titels ist mit Ausgabe 05/03

Kress.de / Juni 2002

Silke Friedrich steigt auf. Die stellvertretende Art Directorin der "Cosmopolitan" wird Nachfolgerin ihrer bisherigen Chefin Kathrin Timme. Zur Juni-Ausgabe erscheint das MVG-Magazin mit einem überarbeiteten Layout. Den Relaunch verantworten Chefredakteurin Ulrike Droll und der optische Berater der Chefredaktion, Ex-"GQ"-AD Markus Rindermann.

Horizont.net / JANUAR 2002

GQ ohne Art Director

?Markus Rindermann, Art Director bei Condè Nasts Männermagazin "GQ" sowie bei "Gentlemen's Quarterly" will sich künftig wieder verstärkt um eigene Projekte kümmern. Wie der Münchner Verlag mitteilt, verlässt er das Haus Ende des Monats.??Der 35-Jährige hatte die gestalterische Verantwortung für das Magazin vor gerade einem Jahr übernommen. Seine Nachfolge ist bislang offen.

Zeit.de / juni 2001

Ein Auge auf die Mode

Das Beste aus 20 Jahren »i-D« erscheint jetzt als Buch. Vier Experten erklären, warum das Magazin so viel Einfluss hat. Die besondere Schönheit des Alltäglichen

Die wenigsten Magazine schaffen es, über Jahre hinweg denselben visuellen Standard zu halten. Viele Designs sind eine Zeit lang gefällig, ja beinahe perfekt. Perfektion jedoch wird meist sehr schnell langweilig. Bei i-D hatte man nie den Einduck, dass es seinen Machern um Perfektion geht, sondern um ständiges Experimentieren in Sachen Mode, Design, Musik und Style. Style is nothing you can buy könnte eine der Maximen des Magazins lauten. So hat i-D über Jahre hinweg einen glaubwürdigen Weg vom Street-Fanzine hin zur internationalen Stilbibel beschritten, ohne sich selbst dabei je untreu zu werden. Als wir Anfang der Neunziger jetzt , das Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung , gestalteten, hatte i-D mit Sicherheit eine Art Vorbildfunktion. Die puristischen, auf angenehme Weise unprätentiösen Gestaltungselemente des Magazins ließen den Inhalten immer genügend Raum. Es war zu spüren, dass hier nie das Werkzeug, der Computer, die Gestaltung bestimmt, sondern der Umgang des Designers mit dem Material - sowie die dem Magazin eigene, besondere Haltung zur Schönheit des Alltäglichen. Markus Rindermann, 34, Art-Director "GQ", München

Nwe-Businesss / Dezember2000

Thomas Giller übernimmt die Art Direction von 'Vogue'

Thomas Giller, 38, wird im Februar 2001 neuer Art Director der deutschen VOGUE aus dem Condé Nast Verlag, München. Er folgt auf Reto Brunner, 33, der sich nach zehn Jahren bei VOGUE selbständig macht. Thomas Giller war von 1990 bis 1993 bereits stellvertretender Art Director der VOGUE, wechselte dann zur Männer Vogue, wo er als Art Director auch den Relaunch zu GQ (neuer Name seit 1997) mitgestaltete. Sein Nachfolger bei GQ wird Markus Rindermann, 34. Rindermann war zuletzt bei 'Econy' und 'jetzt' tätig. (vs)

Horizont.net / März 1999

Wechsel in der Art-Direction von 'Jetzt'

Markus Rindermann, 32, seit Anfang 1997 Art-Director der Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung "Jetzt" verläßt das Magazin. Sein Nachfolger wird Mirko Borsche, 27, der bisher als Art-Director für die Hamburger Werbeagentur Springer & Jacoby tätig war. Rindermann wird als letzte Ausgabe das Jetzt-Magazin vom 22. März betreuen, danach übernimmt Borsche die Verantwortung für die Jetzt-Optik.